Neben einem Krokodil als Unterwassermodel zu posieren ist sicherlich nicht etwas, was sich viele trauen würden. Ein Krokodil kann nicht nur groß werden, sondern hat auch so einige scharfe Zähne. Unterwassermodel und Stuntfrau Katrin Gray hat es gewagt. Sie posierte neben wilden Salzwasserkrokodilen in Mexiko.

Unterwassershooting mit dem Krokodil

Wo findet man ein wildes Krokodil?

Um als Unterwassermodel mit wilden Krokodilen posieren zu können, muss man erst einmal herausfinden wo man ein Krokodil in der freien Wildbahn antreffen kann. Banco Chinchorro ist einer der wenigen Orte weltweit, in dem man mit wilden Salzwasserkrokodilen tauchen kann. Katrin Gray ist nicht nur Unterwassermodel, sondern auch Tier- und Meeresschützerin. Für den Meeresschutz schwamm sie bereits mit Delfinen, Hammerhaien, Walhaien, Mantarochen und sogar Tigerhaien. Das Unterwassermodel arbeitet nur in Ausnahmefällen mit Zoos oder Aquarien zusammen. Dementsprechend legt sie viel Wert darauf mir Tieren zu arbeiten, die sich in freier Wildbahn befinden.

Als Unterwassermodel lebt man ein Glamourleben?!

Obwohl den Models oft ein Glamourleben hinterhergesagt wird, stimmt dieses oftmals nicht. Ein Unterwassermodel muss sowohl im Salz- als auch im Chlorwasser ihre Augen ohne eine Schwimmbrille offenhalten. Wasser dringt in die Nase und Nebenhöhlen ein, eine klare Sicht ist nicht vorhanden und im Gegensatz zu Tauchern trägt ein Unterwassermodel keinen Neoprenanzug als Kälteschutz. Zusätzlich schwimmen manchmal noch Meeresbewohner wie Haie dabei umher und auch mit Schnittwunden von rostigen Schiffwracks können viele Unterwassermodels ein Lied singen. Mit anderen Worten, als Unterwassermodel lebt man weniger glamourös als von vielen erwartet.

Meerjungfrau schwimmt mit Krokodil
Krokodil und Unterwassermodel Katrin Gray

Ein Krokodil in freier Wildbahn

Beim Unterwassershooting mit dem Krokodil wurde so ziemlich jeder Luxusaspekt gestrichen. Drei Tage verbrachte das Unterwassermodel auf einem einheimischen Fischermanns Häuschen. Abgelegen von jeglicher Zivilisation gab es weder Elektrizität noch fließendes Wasser. Außer vom Wasser und Krokodilen, war das Häuschen auf Stelzen von nichts anderem umzingelt. Das Team bestand neben dem Model aus drei Sicherheitsleuten und dem Unterwasserfotografen. Kurz nachdem das Team erreichte, zeigten auch schon die ersten Krokodile Interesse am geschehen und kamen näher an die kleine Holzhütte heran. Nun war es Zeit für das Unterwassermodel, sich neben dem ersten Krokodil zu platzieren. Mit angehaltener Luft tauchte Kat ab und posierte etwa einen Meter neben einem knapp 4 m großen Krokodil. Bei Unterwassershootings mit Haien oder einem Krokodil ist es immer sehr wichtig, dass das Unterwassermodel ausreichend Erfahrung im Arbeiten unter Wasser hat.

Ruhe bewahren ist alles

Sicherlich kann bei einem Unterwassershooting jeder Zeit etwas schiefgehen. Daher ist es umso wichtiger, dass das Unterwassermodel eine gute Erfahrung im Tauchen und Apnoetauchen hat. Katrin Gray ist selbst qualifizierte Tauch- und Apnoelehrerin und arbeitet seit einigen Jahren als Unterwasserstuntfrau. Vor allem, wenn etwas schiefgeht, muss sie dazu in der Lage sein, Ruhe zu bewahren. Beim Shooting mit dem Krokodil gab es auch ein paar nervenaufreibende Situationen. Während Kat auf dem Grund lag verirrte sich ein Krokodil und war auf einmal genau über ihr. Das Unterwassermodel konnte die Silhouette des Krokodils über ihr erkennen und blieb ruhig. Selbst im nächsten Moment, als das Krokodil mit seinen Hinterbeinen auf dem Model umherlief, blieb Kat ruhig. Hätte sie in dieser Situation Panik bekommen und sich ruckartig bewegt, hätte sich das Unfallrisiko um ein Vielfaches erhöht.

Model Katrin Gray neben einem Krokodil

Das Shooting mit dem Krokodil war für das Unterwassermodel sicherlich etwas ganz Besonderes. Obwohl sie sich über jede Begegnung mit wilden und gefährlichen Lebewesen freut, ist sie trotzdem immer wieder froh, wenn das Shooting erfolgreichen und ohne größere Blessuren überstanden ist. Nun hat sie jedoch eine kleine Verschnaufpause und genießt etwas Freizeit und das schwimmen in ihrer Meerjungfrauenflosse.